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Teek­men­gen an den Dei­chen: Over­le­din­ger Deich­acht schlägt Alarm

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Grup­pen­fo­to nach dem Gespräch Nach dem kon­struk­ti­ven Aus­tausch ent­stand ein Grup­pen­fo­to, das von links nach rechts Ober­deich­rich­ter Her­mann Doeden, Nico Blo­em, Alfred Ter­ve­en (Mit­ar­bei­ter der Deich­acht und Sie­lacht), stell­ver­tre­ten­der Ober­deich­rich­ter Edu­ard Luit­jens und SPD-Rats­mit­glied Rei­ner Graal­mann zeigt.

Das Gespräch ver­deut­lich­te die Dring­lich­keit des Pro­blems und die Not­wen­dig­keit, auf poli­ti­scher Ebe­ne Lösun­gen zu fin­den, um die Dei­che und somit den Hoch­was­ser­schutz in der Regi­on lang­fris­tig zu sichern.

Gro­ße Men­gen Teek berei­ten der Over­le­din­ger Deich­acht Sorgen

Wes­t­ov­er­le­din­gen – Die zuneh­men­den Men­gen an ange­spül­tem Teek stel­len die Over­le­din­ger Deich­acht vor erheb­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Bei einem Tref­fen mit dem SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em aus Wee­ner wur­de das Pro­blem deut­lich ange­spro­chen. „Die­ses The­ma ist mir bereits von meh­re­ren Deich­ach­ten zuge­tra­gen wor­den. Es ist drin­gend not­wen­dig, dass wir hier Lösun­gen fin­den. Ich wer­de des­halb den Kon­takt zum Umwelt­mi­nis­ter suchen“, erklär­te Bloem.

An dem Gespräch nah­men Ober­deich­rich­ter Her­mann Doeden, sein Stell­ver­tre­ter Edu­ard Luit­jens, Alfred Ter­ve­en, Mit­ar­bei­ter der Muh­der Sielacht/Deichacht, sowie Rei­ner Graal­mann von der SPD-Gemein­de­rats­frak­ti­on teil.

Teek als Problemstoff

Teek, vor allem bestehend aus abge­stor­be­nem Schilf, wird bei Hoch­was­ser an den Dei­chen und im Deich­vor­land ange­spült. Die Deich­ach­ten sind ver­pflich­tet, die­sen Teek zu besei­ti­gen, da er die Gras­nar­be der Dei­che schä­digt und somit die Sta­bi­li­tät der Dei­che gefähr­den könn­te. Aller­dings wird der Teek nach aktu­el­lem Abfall­recht als Abfall ein­ge­stuft, der nicht mehr ver­kuhlt, also ver­brannt, wer­den darf. „Wir wün­schen uns daher eine Ände­rung des Abfall­ge­set­zes – der Teek muss dort her­aus­ge­nom­men wer­den“, beton­te Ober­deich­rich­ter Doeden.

Hoch­was­ser­schutz und stei­gen­de Kosten

Trotz der Her­aus­for­de­run­gen durch Teek und Hoch­was­ser zeig­te sich Doeden zufrie­den mit der bis­he­ri­gen Arbeit der Deich­acht und Sie­lacht: „Das Hoch­was­ser um die Weih­nachts­ta­ge hat­ten wir rela­tiv gut im Griff.“ Aller­dings wies er dar­auf hin, dass die Ener­gie­kos­ten für den Ein­satz der Schöpf­wer­ke in die­sem Zeit­raum dop­pelt so hoch waren wie im Durch­schnitt der letz­ten Jah­re. Zwar sei­en die Pum­pen elek­tro­tech­nisch auf dem neu­es­ten Stand, doch stün­den drin­gend Sanie­run­gen an. Um die­se finan­zie­ren zu kön­nen, benö­tigt die Sie­lacht höhe­re Zuschüs­se. Auch hier sicher­te Blo­em sei­ne Unter­stüt­zung zu: „Ich wer­de die­se Anlie­gen in Han­no­ver ansprechen.“

 


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